29. August 2014

09.09.1929 – 29.08.2014

Meine liebe Omi Herta ist nach langem Demenzleiden in den frühen Morgenstunden verstorben. Gestern hatte ich noch ihr Geburtstagsgeschenk auf den Postweg nach Eisleben gesandt. Wie makaber, es wird sie niemals mehr erreichen! Momentan weiß ich noch gar nicht, wie ich mit meinen Gefühlen umgehen soll. Die Welt dreht sich einfach weiter und ich finde keinen Platz zum Trauern darin. Jetzt heißt es zu akzeptieren, das alles ein Ende hat. Aber wie macht man sich das begreiflich?
Es gibt so viele schöne Erlebnisse aus Jahrzehnten mit den Großeltern. Heute wurde dazu das letzte Kapitel geschrieben. Ich hätte es mir anders gewünscht.
Keine Ahnung woher mein Opa nun seine Kraft nimmt, all die Dinge zu erledigen, die im Todesfall der geliebten Ehefrau erledigt werden müssen. Heute wurden ihm mehr als 55 Jahre Beziehung genommen. Unvorstellbar für mich diese unendliche Leere!
Mein Herz schwimmt in salzigen Tränen. Ich warte geduldig auf die Sonne nach dem Regen und verschwinde erst einmal in Erinnerungen alter Fotoalben.
Oma war die Beste!

 

6 Antworten auf „09.09.1929 – 29.08.2014”

  1. Antworten Pärchen aus Franken (Jetzt Oberbayern :-)) sagt:

    Liebe Jana,

    auch von uns, zwar sehr verspätet, unser herzlichstes Beileid!
    Leider hatten wir in den letzten Monaten etwas den Draht zu dir verloren und hoffen, Du erinnerst Dich noch an uns.

    Liebe Grüße

    Alex, Markus und die Graue

    • Halli Hallo meine beiden Lieblinge,
      supi, ich freue mich sehr, von Euch zu lesen. Und ja, ich bin voller Tatendrang am Start und hoffe sehr, mit meiner Leistung überzeugen zu können, damit ich noch lange erfolgreich als Camgirl und mehr aktiv sein darf. Die normalen Jobs sind natürlich nicht zu verachten, doch da ich den Unterschied leben durfte, empfinde ich einfach mehr Leidenschaft fürs Arbeiten, wenns so passiert, wie jetzt als Camgirl. Mal schauen, was die kommenden Monate so bringen werden.
      Dickes Kussi an Euch und die Graue aus Berlin zu Euch ins gemütliche Heim, auf bald hier im Blog, Eure Jana.
      PS: Max und Sir James grüßen die Graue mit Katzen-Bussi.

  2. Antworten bfs sagt:

    Sexy wie eh und je!!

  3. Antworten Micha,Dein Sahneopfer aus dem Novum in Offenburg sagt:

    Liebe Jana! Auch von mir ein herzliches Beileid.Ich habe genau das gleich vor eineinhalb Jahren erleben müssen.Für mich die schlimmste Zeit in meinem Leben.Es tut mir unendlich leid für Dich und Deiner Familie. Ich hatte eine sehr sehr enge Bindung zu meiner Oma.Ich war bei Ihr und habe sie begleitet.Für mich war das extrem schlimm gewesen.Ich kann mich sehr gut in Deine Situation versetzen. Ich habe mich immer gefragt,warum Du Dich hier in Deinem Blog nicht mehr meldest.Aber auf diese Nachricht von Dir hätten wir alle gerne verzichtet.Ich war jetzt auch schon eine ganze Weile nicht mehr in Deinem Blog gewesen,eben aus dem Grund weil Du Dich doch sehr zurückgezogen hattest. Ich wünsche Dir alles Gute,und für die nächste Zeit viel Kraft. Liebe Grüsse Micha ,Dein Sahneopfer aus dem Novum in Offenburg

  4. Antworten sven sagt:

    liebe jana,

    mein herzlichstes beileid zu deinen verlust,nehme dir jetzt die zeit das zu verarbeiten.

    lg sven

  5. Antworten antonio sagt:

    …die Zeit vergeht… aber die Erinnerung bleibt.

    Liebe Jana,

    zunächst möchte ich Dir mein tiefstes Mitgefühl und aufrichtige Anteilnahme aussprechen.
    Ich wünsche Dir für die nächste Zeit viel Kraft und gute Freunde.
    Wenn einem so ein Ereignis in nächster Nähe trifft, wird deutlich, wie begrenzt doch unsere Zeit auf dieser Erde ist. Deshalb sollten wir all die Dinge tun, die uns Spaß und Freude machen, denn wir müssen nicht das bereuen was wir getan haben, sondern das, was wir NICHT getan haben.
    Nun ist für Dich erst einmal Trauer angesagt. Tränen dürfen sein, aber man sollte nicht in Lethargie verfallen. Gespräche in der Familie und mit Freunden sind jetzt das Wichtigste.
    Wie soll man seine Trauer zeigen? Ich bin nicht für das düstere Schwarz. Natürlich: eine Schleife oder ein dezenter Anstecker, das sollte schon sein.
    Ich beneide die Kulturen, bei denen die Trauergäste in Weiß gekleidet sind und wo beim Abschied gefeiert und gesungen wird. Das mag auf den ersten Blick makaber klingen, aber die Menschen feiern ja nicht den „ersehnten“ Abschied des Verstorbenen, sondern die schönen Zeiten, die sie mit ihm gemeinsam erlebt haben.
    Bei den Trauerfeiern, die in unserer Familie statt gefunden haben, wurde beim Abschiedsessen immer der Platz frei gelassen, den der Verstorbene hätte eingenommen. Für ihn wurde dafür immer eine würdige Kerze entzündet und an seinem Platz gestellt.
    So war sein Lebenslicht noch immer unter uns.
    Wichtig ist für mich auch immer die Art der Trauerfeier. Eine Feier mit Sarg und Aufbahrung, sollte jeder Verstorbener erwarten dürfen. Den Toten noch einmal sehen und berühren, ihm die letzte Ehre erweisen, dem sollte man sich nicht verweigern. Für mich war das immer sehr wichtig und es hat meiner Seele gut getan. Ich kenne viele Leute, die es später bereut haben, diesen letzten Augenblick nicht genutzt zu haben. Aus diesem Grunde wird es in unserer Familie keine Trauerfeier geben, wo nur noch die Urne anwesend ist. Ich finde das pietätlos und dem Verstorbenen gegenüber unwürdig.
    Tod bedeutet auch immer Neuanfang. Häufig wird man erst durch so ein Ereignis wach gerüttelt und merkt, was auf der eigenen Bahn schief läuft.
    Ja, die Lücke in der Familie wird wieder gefüllt werden – die Enkelkinder sind ja schon am wachsen. Ich hoffe Dir ist dieses Glück auch noch vergönnt.
    Dein Opa verdient in der nächsten Zeit natürlich die größte Aufmerksamkeit. Versäumt einfach keinen Augenblick mit ihm zusammen zu sein. Geht mit ihm an Orte, wo er schöne Zeiten mit Oma verbracht hat oder wo er schon immer noch mit ihr hin wollte.

    Wenn alles gut geht, wird meine Mutter in diesem Jahr noch ihren 90sten Geburtstag erleben.
    Im Mai und Juni sah das gar nicht so aus, da war sie zwei Mal hintereinander im Krankenhaus.
    (4-mal in ihrem ganzen Leben). Es wurde jeden Tag weniger mit ihr. Eines Tages hatte man schon die „spanische Wand“ aufgebaut und uns mitgeteilt, dass Mutter nicht mehr ansprechbar sei. Sie hat dann nur noch mit offenen Augen und Mund im Bett gelegen, in einer Art Trance-Zustand. Ich habe an diesem Tag zusammen mit meiner Schwester 9 Sunden am Stück an ihrem Bett gesessen und ihre Hand gehalten. Wir wollten sie in ihren letzten Minuten einfach nicht alleine lassen. Kurz vor Mitternacht ging dann ein Rütteln durch ihren Körper und wir dachten: das war’s!
    Doch nein, wie von Geisterhand gerührt fiel sie wieder in den „Normalzustand“. Sie wurde dann auf eine andere Station verlegt und mit jedem Tag ging es ihr wieder besser. Nachdem sie auch, den immer größer werdenden Bauch meiner Tochter gesehen hatte, meinte sie: nun will ich aber endlich wieder nach Hause, und ohne mein nächstes Urenkelchen gesehen zu haben, gehe ich nicht von dieser Welt!!!
    Ja, mittlerweile bin ich seit einer Woche zum zweiten Mal Opa einer süßen Enkelin.
    Mutter ist auch wieder zu Hause und freut sich schon riesig, ihr Urenkelchen zu sehen und natürlich auf ihren 90sten Geburtstag.

    Liebe Jana, ich wünsche Dir noch einmal viel Kraft und Stehvermögen für die nächste Zeit.
    Lass es Dir gut ergehen.

    Liebe Grüße
    ANTONIO

    PS: vielleicht sieht man sich ja mal wieder, dann könnte man auch mal über solche schwierigen Themen reden.
    Es würde mich sehr freuen.

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